Freunde des Bayerischen Armeemuseums e.V.
Freunde des Bayerischen Armeemuseums e.V.

Ausstellungen

Napoleon und Bayern   Bayerische Landesausstellung  2015

Die Alpen im Krieg – Krieg in den Alpen

Die Anfänge der deutschen Gebirgstruppe 1915

 

Offiziersehre und Widerstand
Das Reiterregiment 17 (Bamberger Reiter) und die Wurzeln des Staatsstreichs vom 20. Juli 1944

Napoleon und Bayern

Die ausgezeichnet gestaltete Landesausstellung zeigt  wieviel Positives die Zeit mit Napoleon für die zukünftige Entwicklung Bayerns bewirkt hat. Aber auch Bayern war sehr nützlich für Napoleon und schon damals konnten die mächtigen Imperatoren mit den Deutschen anscheinend machen, was sie wollten.

 

Was sagte doch Napoleon über die Deutschen?

Zitat:  „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Unter einander haben sie sich gewürgt, und sie meinten, ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden, keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: Die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen vorgab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ Hatte er damit vielleicht sogar Recht? Auch Goethe meinte, dass der Deutsche doch alles zum Äußersten treibet.

 

Der Freundeskreis bietet auf dieser Webseite etwas ganz Besonderes an.Sämtliche Filme über die Schlachten und Kriege Napoleons bis Waterloo. Großen Raum in der Ausstellung  nimmt die Darstellung des Russland Feldzuges von 1812 ein. Dazu hat der Freundeskreis zum 200sten Jahrtag am 22. September 2012 im Armeemuseum eine Gedenkfeier veranstaltet und darüber einen  Film mit dem Titel „Die bayerische Armee in Russland 1812“ gedreht. Im Anschluss an den Film „Die bayerische Armee in Russland 1812“, im Menü Veranstaltungen, Untermenü Gedenkfeiern, ist der Link zu YouTube mit allen anderen Filmen.

 

Der smarte Gewinner von Waterloo

 

Das Jahr 1815 ging mit dem Wiener Kongress und Waterloo in die Geschichtsschreibung ein.

Über die Rolle des Geldes bei diesen weltbewegenden Ereignissen kann man in den Gesichtsbüchern wenig lesen. Dabei ist es phantastisch und erschütternd zugleich, was englische Historiker über die Rolle des Geldes für die europäische Geschichte seit 1815 zutage fördern und veröffentlichen, während diese entscheidenden Hintergründe in der deutschen  Lehre nicht nur kein bevorzugtes, sondern ein tabuisiertes Thema sind .

 

Wussten Sie, dass die Bankiersfamilie Rothschild   1815 zur reichsten Familie Europas aufgestiegen ist?

Lesen Sie dazu den 4 Seiten Bericht „Rothschild und der Kriegsgewinn von Waterloo“.

Link: http://freies-oesterreich.net/2014/11/21/rothschild-und-der-kriegsgewinn-von-waterloo/

 

Im gleichen Jahr 1815 machte Nathan Mayer Rothschild seine berühmte Aussage „Ich mache mir nichts daraus, wer auf den Thron von England gesetzt wird, das englische Imperium, indem die Sonne nie untergeht, zu regieren. Der Mann, der Englands Geldmarkt kontrolliert, kontrolliert das britische Imperium und ich kontrolliere den britischen Geldmarkt.“ Die englische Staatsschuld war Ende des 18.Jahrhunderts bis 1815 auf  angeblich 854Mio englische Pfund angewachsen. Das entsprach dem 2,7 fachen des Bruttosozialproduktes.85% davon betrafen den Militärbereich/ Kolonialkriege. Nach Waterloo hielt eine Familie den überwiegenden Teil der Schuldtitel. Es gab weder EZB noch IWF. Wie heute Griechenland, war England gezwungen neue Kredite aufzunehmen, um Zinsen und Tilgungen zu leisten. Zu welchen Bedingungen?

 

Wer sich mehr über das Schuldenmanagement vor und nach 1815 informieren möchte, dem sei die 2006 im Institut für Economic History der London School of Economics erschienene Studie „Mercantilist Institutions for the Persuit of Power with Profit“ empfohlen.  Einfach den Titel  googeln.

Wer sich für die weiteren Erfolge des smarten „Kriegsgewinners“ interessiert , findet diese in der folgenden pdf-Datei.

Die+Geldmacher.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

Die Alpen im Krieg – Krieg in den Alpen

 

Die Versorgung der Kampf- und Kampfunterstützungstruppen

Die Versorgung der Kampf- und Kampfunterstützungstruppen – vor allem derjenigen in den schwer zugänglichen Gipfelstellungen – stellte eine extreme Herausforderung an die Organisationsstruktur, die Soldaten, die Tragtiere und die (Kraft-) Fahrzeuge dar.

Das Leben "im Fels" (Marmolata)

Zu der Sonderausstellung im Bayerischen Armeemuseum hat das Armeemuseum mit finanzieller Unterstützung der Stiftung deutsche Gebirgstruppe und unseres Freundeskreises einen Begleit-Katalog herausgegeben.

 

Darin wird die komplette Ausstellung in den sieben Kasematten des Reduit Tilly in Fotos und Schrifttafeln dokumentiert. In vier Aufsätzen werden im ersten Teil des Bandes die folgenden Themen behandelt:

 

„Die Anfänge des Alpenkorps sowie sein Einsatz an der Dolomitenfront“, „General Konrad Krafft von Dellmensingen“, „Sanitätsdienst im Gebirgskrieg“. Der Aufsatz „Gedanken zum Traditionsverständnis der Deutschen Gebirgstruppe“ von Generalmajor a.D. Winfried Dunkel ist in Kurzform als Leseprobe in dieser PDF.

Als weitere Leseproben folgen die Seite 17 des Begleitkataloges.

Begleitband 1.pdf
PDF-Dokument [135.0 KB]

Die Ausstellung

 

Mit der Sonderausstellung „Die Alpen im Krieg – Krieg in den Alpen“, die im Reduit Tilly des Bayerischen Armeemuseums in Ingolstadt vom 17. September 2014 bis Ende 2016 gezeigt werden wird, fällt der Startschuss für die Realisierung des Projekts „Abteilung Gebirgstruppe im Bayerischen Armeemuseum“, in dessen Rahmen auch die Leistungen all derer dargestellt und gewürdigt werden sollen, die seit Gründung des Alpenkorps im 1. Weltkrieg bis heute unter dem Edelweiß gedient haben und noch dienen.

 

Am Anfang der Ausstellung steht die Geschichte der Nutzung des Gebirgsraums, seine zunächst sehr zögerliche touristische Erschließung, seine militärischen Besonderheiten als Durchmarschgebiet und später als Raum für militärische Operationen. Sie ist so konzipiert, dass sie neben den militärischen Aspekten vor allem auch den Bedeutungswandel des Gebirges in seiner vielfältigen Nutzung über ein Jahrhundert hin darstellt. Nach Ende der derzeitigen Ausstellung plant das Bayerische Armeemuseum, die Geschichte der Deutschen Gebirgstruppe in weiteren drei, sich jeweils zeitlich aneinander anschließenden Sonderausstellungen zu zeigen. Zu jeder dieser Ausstellungen wird ein Begleitband herausgegeben, so dass am Ende eine Geschichte der Gebirgstruppe in vier Begleitbänden vorliegen wird.

 

Zu erwerben ist der Begleitband zum Selbstkostenpreis von € 10 an allen Kassen des Bayerischen Armeemuseums. Zum Selbstkostenpreis von € 10 plus € 2,50 Versand bei unserem Kameraden Herbert Reischl, Tel.: 08131-20510, Fax: 08031-21498 oder Email hmreischl@gmail.com (Versand nach Geldeingang auf dem Konto „Stiftung Deutsche Gebirgstruppe“ bei der Volksbank Dachau, IBAN: DE 03700 91500 0000 707880, BIC: GENODEF1DCA), sowie anlässlich der Jahreshauptversammlung des Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V. und beim Brendtentreffen 2015.

Offiziersehre und Widerstand

 

anlässlich der Eröffnung der Ausstellung am 25.November 2014 im Reduit Tilly hat Generalmajor a.D. Berthold Schenk Graf von Stauffenberg das folgende erhaltenswerte           

Grußwort gesprochen.

 

Anrede

Gleich wird hier Dr. Reiß den Raum für die ständige Ausstellung eröffnen, die zeigen soll, wie Offiziere des ehemaligen (Bayerischen) Reiter- und Kavallerieregiments 17 sich dem Gewissenskonflikt gestellt haben, in den sie Pflicht, Gehorsam und ihre soldatische Ehre gestellt haben und der sie schließlich in den Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime geführt hat – eine Entscheidung, die jeder für sich treffen musste. Ihr Regiment hat  als einziges bayerisches Kavallerie-Regiment nach dem 1. Weltkriege die Tradition der zwölf Königlich-Bayerischen Kavallerieregimenter und damit einer Jahrhunderte langen Geschichte fortgeführt. Diese spiegelt das Schicksal Bayerns im alten römischen Reich deutscher Nation, im Rheinbund, im Deutschen Bund und im  Deutschen Reich von 1871 getreulich wider, eine Geschichte der Pflichterfüllung im Dienste der Politik, ihrer Erfolge wie ihrer Fehler und Niederlagen. Dieser Geschichte waren sich die 17er Reiter und ihre Kommandeure stets bewusst, und ihre Ausbildung und Erziehung war davon geprägt, in den kargen Zeiten der Reichswehr wie im Zuge der Heeresvermehrung, die vieles, was ethische Tradition war, zu verwässern drohte, und schließlich, als sie in einem verbrecherischen Regime in einen Krieg geführt wurden, der unser Vaterland ins Unglück und in die Zerschlagung geführt hat und das den Namen unseres Volkes besudelt hat.

 

Dass wir auf diese Zeit nicht ausschließlich voll Scham zurück blicken müssen, verdanken wir einigen, allzu wenigen, vor allem Soldaten, die die Befleckung ihrer Soldatenehre und der Ehre des deutschen Volkes nicht hinnehmen und die Majestät des Rechts wieder auf den ihr zukommenden Platz als oberste Instanz unseres Staatswesens setzen wollten. Formal ist ihre Aktion, die in dem Attentatsversuch am 20. Juli 1944 und dem Versuch des Staatsstreichs kulminierte, gescheitert, und die meisten von ihnen mussten in der Folge ihr Leben lassen. Andere haben zwar überlebt, mussten aber Haft und Quälereien erdulden. Umsonst war ihre Tat dennoch nicht, denn sie hat bezeugt, dass es in Deutschland nicht nur Verbrecher und Mitläufer gab, sondern auch Aufrechte, die sich mit den Verbrechen nicht abfinden wollte. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass unser Volk  wieder in den Kreis der Nationen aufgenommen wurde, ja, dass sich die Deutschen wieder in den Spiegel sehen konnten. Es hat nach dem Kriege einige Zeit, zu lange, gedauert, bis diese Erkenntnis nicht mehr umstritten war. Allzu viele, die sich vorher geduckt hatten, haben nachher versucht, ihr schlechtes Gewissen durch abfällige Bemerkungen zu verdecken.

 

In der Geschichte des militärischen Widerstands gegen Hitler und die Nationalsozialisten spielt das Reiter-Regiment 17 eine herausragende Rolle. Nur ein anderes Regiment, das preußische Infanterie-Regiment 9 in Potsdam, hat eine vergleichbare Anzahl von Widerstandskämpfern hervorgebracht, und nicht zufällig war auch es Träger einer ganz alten Tradition, der der preußischen Garde. Fünf aus dem Reiter-Regiment 17 hervorgegangene Offiziere mussten für ihren Einsatz gegen Hitler ihr Leben lassen, andere haben nur mit Glück überlebt. Dass sie bereit waren, das höchste Opfer, das ihres Lebens, zu bringen, war mit Gewissheit Ausfluss dessen, was sie in ihren jungen Jahren in Bamberg, Ansbach und Straubing geprägt hatte. Zu Recht stehen sie deshalb im Mittelpunkt dieser Ausstellung.

 

Dabei wollen wir aber diejenigen nicht vergessen oder übersehen, die getreulich in Frieden und Krieg ihre Pflicht getan haben, ohne dabei ihre ethischen Soldatenpflichten zu verletzen, obwohl sie sich nicht im Widerstand engagiert haben. Mehr als 2700 Angehörige des Regiments und der aus ihm hervorgegangenen Truppenteile sind gefallen oder vermisst. Aber kein Angehöriger des Regiments ist nach dem Kriege wegen Kriegsverbrechen angeklagt worden.

 

Dieses Regiment war deshalb etwas Besonderes, das es von den Hunderten anderer im 2. Weltkrieg unterscheidet. Damit das Andenken an dieses besondere Regiment und seine herausragenden Angehörigen nicht untergeht, haben  Überlebende und ihre Nachfahren, auch Angehörige der Truppenteile der Bundeswehr, die Traditionen des Regiments gepflegt haben - diese sind inzwischen auch alle den verschiedenen Strukturwandeln zum Opfer gefallen - die nichtselbständige Gedächtnisstiftung Ehem. RR 17 gegründet.  Inzwischen – fast 70 Jahre seit Kriegsende – sind es fast nur noch Nachfahren, und so ist es sicher nicht nur mir eine ganz besondere Freude, dass einer der letzten Überlebenden und der letzte überlebende Offizier des Regiments, S. D. der Fürst von Castell-Castell, hier unter uns weilt. Sein Vater und sein älterer Bruder gehören ja zu den Gefallenen des Regiments.

 

Bamberg war hauptsächlicher Standort des Regiments und nach der Zusammenführung mit den Teilen in Ansbach und Straubing der einzige. Zu unserem Bedauern war es nicht möglich, dass das Regiment dort eine Ausstellung findet. Um so dankbarer waren wir, dass sich Dr. Aichner als Direktor des Bayerischen Armeemuseum seinerzeit bereit erklärt hat, den Fundus der Erinnerungsgegenstände des Regiments hier aufzunehmen, zu betreuen und auszustellen. Zugleich hat er auch für die  Gedächtnisstiftung die Geschäftsführung übernommen, wofür wir, die wir keinen bürokratischen Apparat  haben, nicht dankbar genug sein können. Diese Aufgabe hat sein Nachfolger Dr. Reiß fortgeführt, und dafür gebührt auch ihm unser Dank. Hier in Ingolstadt wird ja nicht nur das Andenken an die Königlich Bayerische Armee und ihre Vorgänger, sondern an das Militär in Bayern insgesamt gehegt und gepflegt, und so sind wir hier richtig.

 

Unser herzlicher Dank gilt auch dem Bayerischen Staatsministerium Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, sowohl dem seinerzeitigen Minister Dr. Thomas Goppel wie auch seinem heutigen Nachfolger Dr. Ludwig Spaenle, die unsere Bemühungen immer nachdrücklich unterstützt haben.

 

Danken darf ich Frau Dr. Martina Metzger, die die Ausstellung mit Liebe vorbereitet hat, nachdem sie sich erst in die ihr vorher noch ganz fremde Materie des Militärs einarbeiten musste, Die Ausstellung wäre aber nicht möglich gewesen, hätte uns nicht unser Vorstandsmitglied Herr Horst van Cuyck mit einer ausßerordentlich großzügigen Spende bedacht. Es erfüllt uns mit großer Trauer, dass er den heutigen Tag nicht erleben durfte, und um so mehr freuen wir uns, dass seine Witwe, Gräfin Caroline Arco-Zinneberg heute hier bei uns ist.

 

Nun danke ich Ihnen, dass Sie heute hierher gekommen sind und wünsche Ihnen, dass Sie den Besuch der Ausstellung als Gewinn empfinden. Leider sind wir, nicht zuletzt wegen der laufenden Baumaßnamen im Museum, im Augenblick noch räumlich  beengt und sehen sie so nur als einen ersten Schritt an.                                                                                                  

 


 

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