Freunde des Bayerischen Armeemuseums e.V.
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Das Werdergewehr

Das Bayerische Hinterladergewehr M/69

Das Bayerische Hinterladergewehr M/69, unter Soldaten wegen der hohen Schußkadenz „Bayerisches Blitzgewehr“ genannt, ist am 18.April 1869 auf „allerhöchste Entschließung“ des jungen König Ludwig II in der Bayerischen Armee eingeführt worden.

Der Freundeskreis hat 2009 dieses äußerst seltene, im ursprünglichen Zustand erhaltene Exemplar der ersten Produktionszeit Kaliber 11x50 R, Nr. 8403, Schloß MA (Maschinenfabrik Augsburg) 687, mit dem Truppenstempel 13 R 12 erworben.

 

Gewehr M/69    1870

Hersteller: Gewehrfabrik Amberg
Kaliber 11 x 50 R
Länge 1320 mm
Lauflänge 860 mm
Gewicht 4250 g
Inv.Nr. VF 832

 

Das  "Werdergewehr" war das erste deutsche Militärgewehr für Patronen  mit Metallhülsen. Ludwig Werder, der dem Gewehr den Namen gab, war technischer Direktor der Maschinenfabrik Cramer-Klett in Nürnberg. Er entwickelte das Herzstück der Waffe, den Fallblockverschluss, ein Zusammenwirken mehrerer Federn, ein feinmechanisches Präzisionserzeugnis, das höchste Anforderungen  an den damaligen Maschinenbau stellte.

 

Die anderen süddeutschen Staaten (Baden, Württemberg) hatten sich nach 1866 für die Übernahme des preußischen Zündnadelsystems entschieden, weil es zuverlässiger gewesen ist. Mit der Einführung des Werdergewehrs verfolgte

Bayern auch das politische Ziel,sich von Preußen abzugrenzen.

Bei Ausbruch des Krieges 1870 waren erst vier Jägerbataillone damit ausgerüstet. Als der Krieg endete waren es 12 von 58 Bataillonen.

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